… oder der Kampf in meinem Kopf

Du meine Güte … es ist über ein halbes Jahr vergangen seit meinem letzten Eintrag …

Schön wäre es gewesen, wenn ich nichts mehr zu schreiben gehabt hätte, weil mein Schwindel verschwunden ist … ist er leider nicht, aber sehr, sehr viel besser geworden …

Es gibt wirklich Tage, da bin ich schwindelfrei … und es gibt wirklich eine starke Annahme von mittlerweile immerhin 4 Personen, dass der Schwindel doch mit meinen chronischen Verspannungen im Schulter-Nackenbereich und meinen massiv verhärteten Muskeln und Faszien an diesen Stellen zu tun hat. Und seitdem wir daran behandeln, wird es besser … und der Schwindel weniger …

In den letzten Monaten habe ich viele Erfahrungen machen dürfen … Im Januar und Februar bestimmte massiver Schwindel mein Leben und dadurch kamen auch wieder die damit verbundenen Ängste und Panikattacken durch … nicht mehr so schlimm wie vor einem Jahr, aber doch so gewaltig, dass ich nicht arbeiten konnte, da die Welt aus weichem Gummi und vielen unfreiwilligen Kopfkarussellfahrten bestand. Im März war es wieder etwas besser. Im April und Mai durfte ich Patient einer TCM-Klinik in Bayern werden … eine sehr interessante Erfahrung und viele neue Gedanken- und Heilungsansätze!

Und seitdem geht es bergauf… Ich gehe einmal die Woche zu einem „Rücken-Heilpraktiker“, der pyhsiotherapeutisch, chiropraktisch, osteopathisch und faszientechnisch an mir herumbehandelt und dazu noch einmal die Woche zu einem TCM-Therapeuten, der mir eine wirklich gut wirkende Akupunktur verpasst. Beides natürlich auf eigene Kosten, denn keine Krankenkasse der Welt zahlt so etwas freiwillig. Bald muss ich mir Gedanken machen, auf welche Behandlung ich als erstes verzichten kann und möchte, denn auf Dauer wird mein Geldbeutel das nicht mehr mitmachen. Dazu mache ich jeden Tag Qigong (welches ich aus der chinesischen Klinik mitgebracht habe), verpasse mir ein TENS-Gerät und packe mir abends mehrfach irgendwelche Körnerkissen und Moorpackungen auf den Nacken. Dazu benutze ich jeden Morgen und Abend meine Blackroll und meinen Blackball. Eine neue Matratze, ein neuer Lattenrost und ein dazu passendes Kopfkissen lassen meine Schlaf erholsamer werden und mit all diesen Maßnahmen sind die Verspannungen und auch der Schwindel erträglich ..

Aber die Ärzte, also die Schulmediziner, bleiben dabei, dass der Schwindel nur psychischer oder phobischer oder psychosomatischer Natur ist und somit keine Behandlungen in Richtung Physiotherapie oder Massagen oder Akupunktur gewährt werden müssten … Was ich dabei am allerärgerlichsten finde … ja, ich finde mich sogar ein wenig von den Ärzten entmündigt, dass mir niemand zuhört und mir glauben will, dass der Schwindel mit den Verspannungen in meinen oberen Körperregionen zu tun hat … wenn die stärker werden, nimmt auch der Schwindel zu … Komisch finde ich nur, dass die Maßnahmen, die ich vorhin aufgezählt habe, aber helfen und die Medikamente der Ärzte kein bisschen am Schwindel verändern konnten …

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Auf in den Kampf …

Auf in den Kampf, um den Normalzustand zu erreichen … Wie unglaublich schön waren doch die schwindelfreien Tage, die ich im letzten Jahr einmal erleben durfte!!! Wisst Ihr eigentlich, was für ein unglaublich großes Glück es ist, jeden Tag aufrecht, gangsicher und schwindelfrei durchs Leben zu gehen??? Manchmal gehe ich durch die Gegend und schaue mir die Menschen an und überlege, ob sie wohl gerade völlig ohne Beschwerden durchs Leben gehen … oder ob sich bei dem einen oder anderen auch mal im Kopf dreht … ob es vielleicht auch jemanden gibt, der weiß, wie es mir geht …?

Ich will das auch wieder erreichen … zumindest ein paar Tage des schwindelfreien Zustands .. Ich weiß ja nun, dass es irgendwie geht … Was hat mir damals geholfen? Hmmm … die Bereitschaft immer weiter zu machen und sich durch den Schwindel nicht das Leben vermiesen zu lassen … Die Gewissheit, dass es irgendwann wieder besser geht (zugegeben, daran hapert es im Moment ein bisschen)… sicherlich auch das Schreiben hier im Blog, um über meine Fortschritte (oder Rückschläge) zu berichten …

Deshalb heißt es auch jetzt: weiter machen … weiter machen, als ob alles okay ist …Und darum schnappe ich mir jetzt den Hund und gehe eine Riesenrunde um unseren See … Euch Allen einen schönen und gesunden Tag …

Zum Glück ging es mir gestern wieder ein bisschen besser. Der Schwindel hielt sich in Grenzen und auch die Panikattacken, die ich in der letzten Zeit wieder häufiger zu spüren bekommen habe, blieben aus.

Der Arzt hat mich aber am Freitag noch einmal für zwei Wochen krankgeschrieben. Ich solle zur Ruhe kommen, aber alle Dinge des Alltags ganz normal erledigen (bei Schwindel das Allerbeste: weitermachen!!!). Zur Ruhe kommen ist ja leicht gesagt. Da ich krankgeschrieben bin, habe ich ja nicht einmal das Gefühl großartig unter Stress oder Druck zu stehen.

Hmmm, ich denke, das, was mir Druck und Stress bereitet, sitzt wahrscheinlich viel viel tiefer in mir und will noch entdeckt werden … Eine leise Ahnung habe ich schon, was es alles sein könnte … Aber ich muss noch zu dem Kern des Übels vorstoßen und vielleicht ist es ja auch so, dass man manche Dinge gar nicht wirklich erkennen möchte … *seufz*

Ihr Lieben, da bin ich nun reumütig zurück … aus dem einfachen Grund, dass seit zwei Wochen der Schwindel wieder richtig zugeschlagen hat. Und wann besinnt man sich immer auf die wichtigen Dinge im Leben? – Richtig – meistens, wenn es einem schlecht geht.

Die Wochen vor Weihnachten ging es mir relativ bis richtig gut und ich hatte erstmals seit über einem Jahr Tage dabei, wo ich keinerlei Schwindel verspürte. Das war so herrlich, dass ich es nicht glauben konnte, dass es real ist (was widerum ein Fehler ist, denn anstatt das zu genießen und als richtig hinzunehmen, ist man immer auf der Suche nach einem Anzeichen von Schwindel … War da nicht was? Drehte sich nicht gerade der Hintergrund? Ist da nicht ein komisches Gefühl im Kopf? usw. Solche Gedanken beherrschen einen dann *seufz*)

Nun, und passend mit Weihnachten fing es wieder richtig an, sich in meinem Kopf zu drehen. Warum? – Keine Ahnung. Der Arzt meinte, dass Weihnachten immer Stress bedeutet. Da hat er wahrscheinlich auch Recht mit, zumal wir Weihnachten feststellen mussten, dass in der noch vorhandenen Wohnung meines Mannes an seinem Heimatort eingebrochen worden war. Das war ein schöner Abschluss des 1. Feiertages 😦

Und jetzt weiß ich nicht, wie ich wieder zurück in diesen Zustand gelangen kann, wo es meinem Kopf komplett gut ging. Zur Zeit ist wieder das komplette Programm da: drehen, wabbelige Beine, weicher Boden und auch ein bisschen das Gefühl zu fallen. Und wieder ist man ein bisschen mutloser, dagegen zu kämpfen, denn der Schwindel holt mich immer wieder ein. Aber dass ich heute hier auf diesem Blog gelandet bin, ist ja vielleicht der erste Schritt zur Kampfansage … *lächel*

Stillstand

Im Moment passiert nicht ganz so viel in meiner Schwindelentwicklung. Es ist eigentlich ganz okay. Klar, Schwindel ist vorhanden bzw. der Boden wird immer mal wieder weich oder Bilder drehen nach oder der Hintergrund bewegt sich, aber mich bringt das Ganze im Moment nicht allzu sehr aus der Ruhe. Ich kann wirklich ganz gut damit umgehen. Toi toi toi … klopft 3x auf Holz 😉

Deshalb werde ich jetzt nicht jeden Tag berichten, dass sich eigentlich nichts verändert hat. Das würde, glaube ich, auf Dauer auch ziemlich langweilig sein. Wer will schon jeden Tag lesen: “ Es geht mir gut“ „Es geht mir unverändert“ „Im Moment ist es ganz okay“ Und bevor ich Euch alle langweile und ermüde, habe ich mich entschlossen, dass ich mich nur bei gravierenden Änderungen in der Schwindelsituation bzw. bei Veränderungen in meiner Gemütslage oder bei positiven Veränderungen in meinem Stressumfeld hier zu Wort melde.

Ich bin nicht weg, aber verhalte mich in diesem Blog ein wenig zurückgezogen.

Euch Allen einen schönen Abend und bis bald (denn mein Ziel, den Schwindel komplett loszuwerden, habe ich ja noch nicht erreicht 😉

Schwindel in Grenzen

Mir ist zwar in den letzten Tagen immer ein wenig schwindelig gewesen bzw. ich hatte wieder dieses der-Boden-ist-weich-Erlebnis, aber dennoch konnte ich sehr gut damit umgehen. Es macht mir nicht mehr so viel Angst. Ich weiß es einzuordnen – auch, wenn ich mich immer daran erinnern muss, dass sich nichts Schlimmes hinter diesem Schwindelerleben verbirgt … manchmal will die Angst noch so ein bisschen in mir hochkriechen – gerade, wenn ich viel vor mir habe und wenn ich viel bewältigen muss. Dann machen sich so Gedanken bereit: „Hoffentlich wird Dir nicht gerade schwindelig, wenn Du die Kinder abholen musst oder wenn Du auf dem Klassenfest Deiner Jüngsten bist“ … „Hoffentlich kannst Du jeden Morgen einigermaßen schwindelfrei aus dem Bett aufstehen, um alle zu versorgen und gut auf den Weg in den Start zu bringen“… „Hoffentlich kippe ich nicht im Büro um“.

Ich weiß, dass solche Gedanken falsch sind und auch wieder Ängste schüren können, dennoch kommen sie immer mal wieder hoch. Am besten geht es mir, wenn ich frei von Verpflichtungen bin, z. B. wenn ich am Wochenende nicht arbeiten muss und auch die Kinder nicht hier sind. Dann kann mich der Schwindel, auch, wenn er vorhanden ist, überhaupt nicht umhauen, denn was soll schon passieren, wenn er nur um mich geht .. und wenn es überhaupt nicht schlimm ist, wenn ich nicht „funktionieren“ kann …

Spaziergang im Wald

Kopfkarussell

Und wieder wurde uns ein Tag mit unglaublich schönem Herbstwetter geschenkt … Dieser Tag konnte und musste draußen genossen werden. Unsere neue Kamera kam mit auf den Ausflug und hat einige schöne Ausblicke festgehalten …

Herbstsonne

Über 2 Stunden haben wir uns draußen im Wald aufgehalten …

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An unserem See Rast gemacht …

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Bunte Blätter konnte man (noch) überall bewundern …

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Weiter ging´s …

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Sharky 098Sharky 100

Am Schloss vorbei …

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Sharky 117Es war ein rundherum schöner Tag … und man muss es dem Herbst lassen: Auch er hat seine ganz wunderschönen Seiten!!!

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