… oder der Kampf in meinem Kopf

Beiträge mit Schlagwort ‘Gedanken’

Dank an meinen Therapiehund :-)

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Das ist er … mein riesiger, tolpatschiger und herzensguter Akelo … Heute ist es einmal Zeit, ihm DANKE zu sagen. Danke dafür, dass er es immer wieder schafft, mich immer wieder zu überzeugen, dass mein Schwindel doch auf keinen Fall so schlimm sein kann, dass ich auf eine Runde mit ihm durch den Wald verzichten wolle … Und er hat meist Recht. Habe ich erst meinen Mut zusammen gerafft, mir die Leine geschnappt und bin 10 Minuten neben ihm hergestapft, merke ich, dass die Luft gut tut … die Bewegung auch … ebenfalls die Ablenkung durch meinen aufgeregten, an Allem und Jedem interessierten Begleiter … und mir nichts, Dir nichts sind 1 1/2 Stunden vergangen und ich bin immer noch nicht umgekippt und der Schwindel hat mich noch nicht niedergerafft.

Gut, manchmal wird es mir schon mulmig draußen oder es dreht sich alles ein bisschen oder die Beine werden weich, aber mein lieber Freund zwingt mich weiter zu gehen und gibt mir keine Chance, mich zu sehr in meine Angst zu vertiefen …

Und er hat Recht, wir kommen jedes Mal wohlbehalten und mit frischer Luft betankt, wieder zu Hause an … Hätte ich meiner Angst oder meinem Gefühl nachgegeben und wäre zu Hause „in Sicherheit“ geblieben, wäre mir so manches schöne Erlebnis oder Bild nicht zugänglich gewesen und die Angst hätte gewonnen .. und hätte beim nächsten Mal noch viel schlimmer zugeschlagen. Danke, Akelo, dass Du mein Verbündeter im Kampf gegen diesen Schwindel bist … 🙂

Druck im Kopf

Diese blöde Erkältung – sie hatte mich in der vergangenen Woche schon flach gelegt und sie will und will nicht verschwinden. Irgendwie sitzt immer noch die Nase zu und ich habe so einen leichten Druck in der Stirn – und auch in den Ohren … und das ist dann wieder ganz wunderbar für meinen Schwindel … Jegliche Veränderung am oder im Kopf lässt mich mit Schwindel reagieren … und oft ist mir auch leicht schwindelig, wenn ich Druck in den Ohren habe … na, ja, hat wohl auch damit zu tun, dass die Ohren in Sachen „Gleichgewicht“ eine ziemlich große Sache spielen …

Es wird mir wohl nichts Anderes übrig bleiben, als diese Erkältung gelassen zu überstehen … ich habe ja mittlerweile gelernt, dass Druck im Kopf und auch der Schwindel mich nicht so leicht umhauen werden.

Trotzdem muss ich schnell fit werden. Ab Mitte der Woche habe ich ein Seminar in Hamburg und in einer ungewohnten Umgebung fühle ich mich wohler und sicherer, wenn ich relativ schwindelfrei bin. Das Funktionieren in vertrauter Umgebung – das habe ich ja mittlerweile recht gut drauf, aber wenn ich dann allein mit Bussen und Bahn unterwegs bin und auch noch die Abende in einem fremden Hotel sitze, dann beschleicht mich doch schon ein leicht mulmiges Gefühl, wenn ich darüber nachdenke … und ja, ich weiß, das ist natürlich überhaupt nicht förderlich für meine Verspannungen und meinem Schwindel. Ich glaube, ich mache mir gleich zur Entspannung den Ofen an, öffne eine leckere Flasche Rotwein auf und werde meine Gedanken an das Seminar, an Hamburg, an die Bahnreise auf Dienstag verschieben … 😉

Einen schönen Sonntagabend Euch Allen!

Der Schwindel schwindet …

Du meine Güte … es ist über ein halbes Jahr vergangen seit meinem letzten Eintrag …

Schön wäre es gewesen, wenn ich nichts mehr zu schreiben gehabt hätte, weil mein Schwindel verschwunden ist … ist er leider nicht, aber sehr, sehr viel besser geworden …

Es gibt wirklich Tage, da bin ich schwindelfrei … und es gibt wirklich eine starke Annahme von mittlerweile immerhin 4 Personen, dass der Schwindel doch mit meinen chronischen Verspannungen im Schulter-Nackenbereich und meinen massiv verhärteten Muskeln und Faszien an diesen Stellen zu tun hat. Und seitdem wir daran behandeln, wird es besser … und der Schwindel weniger …

In den letzten Monaten habe ich viele Erfahrungen machen dürfen … Im Januar und Februar bestimmte massiver Schwindel mein Leben und dadurch kamen auch wieder die damit verbundenen Ängste und Panikattacken durch … nicht mehr so schlimm wie vor einem Jahr, aber doch so gewaltig, dass ich nicht arbeiten konnte, da die Welt aus weichem Gummi und vielen unfreiwilligen Kopfkarussellfahrten bestand. Im März war es wieder etwas besser. Im April und Mai durfte ich Patient einer TCM-Klinik in Bayern werden … eine sehr interessante Erfahrung und viele neue Gedanken- und Heilungsansätze!

Und seitdem geht es bergauf… Ich gehe einmal die Woche zu einem „Rücken-Heilpraktiker“, der pyhsiotherapeutisch, chiropraktisch, osteopathisch und faszientechnisch an mir herumbehandelt und dazu noch einmal die Woche zu einem TCM-Therapeuten, der mir eine wirklich gut wirkende Akupunktur verpasst. Beides natürlich auf eigene Kosten, denn keine Krankenkasse der Welt zahlt so etwas freiwillig. Bald muss ich mir Gedanken machen, auf welche Behandlung ich als erstes verzichten kann und möchte, denn auf Dauer wird mein Geldbeutel das nicht mehr mitmachen. Dazu mache ich jeden Tag Qigong (welches ich aus der chinesischen Klinik mitgebracht habe), verpasse mir ein TENS-Gerät und packe mir abends mehrfach irgendwelche Körnerkissen und Moorpackungen auf den Nacken. Dazu benutze ich jeden Morgen und Abend meine Blackroll und meinen Blackball. Eine neue Matratze, ein neuer Lattenrost und ein dazu passendes Kopfkissen lassen meine Schlaf erholsamer werden und mit all diesen Maßnahmen sind die Verspannungen und auch der Schwindel erträglich ..

Aber die Ärzte, also die Schulmediziner, bleiben dabei, dass der Schwindel nur psychischer oder phobischer oder psychosomatischer Natur ist und somit keine Behandlungen in Richtung Physiotherapie oder Massagen oder Akupunktur gewährt werden müssten … Was ich dabei am allerärgerlichsten finde … ja, ich finde mich sogar ein wenig von den Ärzten entmündigt, dass mir niemand zuhört und mir glauben will, dass der Schwindel mit den Verspannungen in meinen oberen Körperregionen zu tun hat … wenn die stärker werden, nimmt auch der Schwindel zu … Komisch finde ich nur, dass die Maßnahmen, die ich vorhin aufgezählt habe, aber helfen und die Medikamente der Ärzte kein bisschen am Schwindel verändern konnten …

Schwindel in Grenzen

Mir ist zwar in den letzten Tagen immer ein wenig schwindelig gewesen bzw. ich hatte wieder dieses der-Boden-ist-weich-Erlebnis, aber dennoch konnte ich sehr gut damit umgehen. Es macht mir nicht mehr so viel Angst. Ich weiß es einzuordnen – auch, wenn ich mich immer daran erinnern muss, dass sich nichts Schlimmes hinter diesem Schwindelerleben verbirgt … manchmal will die Angst noch so ein bisschen in mir hochkriechen – gerade, wenn ich viel vor mir habe und wenn ich viel bewältigen muss. Dann machen sich so Gedanken bereit: „Hoffentlich wird Dir nicht gerade schwindelig, wenn Du die Kinder abholen musst oder wenn Du auf dem Klassenfest Deiner Jüngsten bist“ … „Hoffentlich kannst Du jeden Morgen einigermaßen schwindelfrei aus dem Bett aufstehen, um alle zu versorgen und gut auf den Weg in den Start zu bringen“… „Hoffentlich kippe ich nicht im Büro um“.

Ich weiß, dass solche Gedanken falsch sind und auch wieder Ängste schüren können, dennoch kommen sie immer mal wieder hoch. Am besten geht es mir, wenn ich frei von Verpflichtungen bin, z. B. wenn ich am Wochenende nicht arbeiten muss und auch die Kinder nicht hier sind. Dann kann mich der Schwindel, auch, wenn er vorhanden ist, überhaupt nicht umhauen, denn was soll schon passieren, wenn er nur um mich geht .. und wenn es überhaupt nicht schlimm ist, wenn ich nicht „funktionieren“ kann …

Nominiert

Vielen Dank für die Nominierung für den

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Diese Nominierung habe ich

meinkopfchaos.wordpress.com/

zu verdanken. Gleichzeitig möchte ich mich schon dafür entschuldigen, wenn ich diese Nominierung etwas unbeholfen und holperig angehe.

Nun zu den Fragen:

1. Liest du gerne deine alten Texte?

Ja, ich lese meine alten Texte. Es kommt nicht so häufig vor, aber manchmal packt es mich. Dabei meine ich nicht nur die Texte meiner erst relativ kurzen Blogger-Zeit, sondern auch die Texte, die ich früher nur in eine Art Tagebuch geschrieben habe.

2. Wenn ja, was lösen sie aus?

Hmmm … Manchmal Wehmut (dass die schöne Zeit vorbei ist), manchmal Erstaunen (dass mich diese Dinge so massiv erschüttert haben), manchmal Freude (darüber, dass Vergessenes wieder bildhaft wird).

2. Würdest du ein Buch mit deiner Zukunft lesen wollen?

Nein, niemals! Ich möchte wirklich nicht wissen, was alles noch passieren kann, wird oder wann mein Leben vielleicht zu Ende ist …

3. Was bereichert mehr, das lesen von anderen Blogs oder schreiben von deinem eigenen?

Bereichern tut mich das Lesen anderer Blogs.Ich bin immer wieder beeindruckt, welch tolle Beiträge man hier finden kann und wie brilliant manche Menschen schreiben können. Das Schreiben meiner Blogs ist eher eine Art Hilfe oder Unterstützung.

4. Wie siehst du das mit dem Schreiben? Wie wichtig ist es für dich?

Das Schreiben ist sehr bedeutsam für mich. Gerade in meinem Blog „schwindelfreiblog“ ist es sogar eine Art Therapiemaßnahme.

5. Ruhm und Ehre durchs Bloggen? Ein Wunschtraum? Dein Wunschtraum?

Nein, eher nicht. Mit diesem Gedanken bin ich nicht ans Bloggen herangetreten. Allerdings muss ich sagen, je länger man dabei ist und je mehr Leser man hat, um so mehr freue ich mich über die Anteilnahme, die Kommentare oder die Anregungen der anderen. Das hätte ich nicht erwartet, dass es mir so viel geben kann.

6. Du hast die Möglichkeit einen dir unbekannten aber interessanten Blogger zu treffen. Machst du es?

Wenn mich seine Beiträge wirklich sehr gefesselt oder berührt haben … warum nicht?! Das könnte doch ein sehr interessantes Treffen werden.

7. Auf welche Internet Platform kannst du am wenigsten verzichten und warum?

Hmmm … noch, vor ein paar Wochen hätte ich vielleicht an facebook gedacht. Aber nein, darauf hätte ich auch verzichten können. Seitdem ich hier bei worldpress bin, ist das sicherlich eine der wichtigsten Seiten für mich geworden. Ich brenne auf die Beiträge in den Blogs, denen ich folge und ich habe ziemlich oft das Bedürfnis, auch selbst etwas online zu stellen.

8. Eine kleine Fee kommt vorbei und will dir eine Eigenschaft schenken. Welche würdest du dir wünschen?

Heilen! – ich würde gerne heilen können … und damit den anderen Menschen helfen können.

9. Was solltest du vor deinem Tod nicht gemacht haben?

Jemanden tödlich verletzt haben …

10. Ein Tag jemand anders sein, wer wärst du?

Vielleicht die Biene Maja … die flog immer so unumstößlich optimistisch (na ja vielleicht auch ein bisschen naiv), fröhlich, dick und gut gelaunt durch die Gegend. Sie war so unbeschwert, neugierig und machte sich nicht viel Gedanken über die Dinge, die sie tun wollte …

11. Schlaraffenland oder Wunderland?

Wunderland!!!!!

Puh, uff, alle Fragen beantwortet (bin ganz stolz 😉

Hier nochmal die Regeln..

1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1.000 Follower haben.

Jetzt zu meinen Fragen (so einfach finde ich das auch nicht ….)

1. Was ist die Motivation für Deinen Blog?

2. Machst Du ein Geheimnis um Deinen Blog oder wissen Deine Freunde, Deine Familie, Deine Kollegen davon?

3. Welches war der wichtigste Tag in Deinem Leben?

4. Was liebst Du an Dir?

5. Was ist Dein größter Fehler?

6. Gibt es etwas, was Du gern ungeschehen machen würdest?

7. Was liebst Du mehr? Das Meer oder die Berge? Und warum?

8. Was erschreckt Dich am meisten an unserer Gesellschaft?

9, Wem würdest Du gerne mal alle Fragen stellen dürfen, die in Dir brennen, wenn Du die Chance hättest, diese Person Deines Umfeldes oder eine berühmte Persönlichkeit zu treffen?

10. Was ist der größte Fehler der Menscheit?

11. Was fasziniert Dich an anderen Menschen?

Und jetzt möchte ich gerne nominieren:

http://tigerfour.wordpress.com/

http://kleinernerd.wordpress.com/

http://aquasdemarco.wordpress.com/

http://kinderlieb.wordpress.com/

http://sternenseele.wordpress.com/

http://schlemmerbalkon.wordpress.com/

http://nurmeiner.wordpress.com/

Entspannung

Ja, wirklich … im Moment scheint sich meine Schwindelsymptomatik zu entspannen. Nicht, dass ich keinen Schwindel mehr hätte, aber er erschreckt mich kaum noch und dadurch, dass ich so cool und relaxt bleibe, steigert sich der Schwindel nicht mehr. Unglaublich! Sollte es so einfach sein, den Schwindel loszuwerden …?!

Nein, wohl eher nicht. In einer Woche wird man kaum den Schwindel los, wenn man davor ein Jahr lang damit zu tun hatte. Außerdem haben die Ärzte vorsichtig eine Prognose gewagt, dass ich 6 bis 12 Monate dauern kann (und vielleicht auch nie ganz verschwindet) und dass es auch immer mal wieder zu Rückfällen (also Tagen, wo es wieder deutlich schlechter ist) kommen kann.

Aber was soll´s … jetzt bin ich zufrieden mit dem, wie es im Moment ist. Und wenn es sich nun mal besser für mich anfühlt, dann genieße ich dieses Gefühl und glaube auch daran, dass es sich bessert … 🙂

So schlecht geschlafen … :-(

Oh, ich konnte nicht einschlafen … Ich hatte so ein Dröhnen im Ohr … dieses Mal allerdings im rechten Ohr, was eigentlich unbeschadet ist. Dieses Dröhnen hat mich echt vom Schlafen abgehalten bzw. immer, wenn ich eingedöst war, wieder wach gemacht. Stunde um Stunde wurde es allerdings leiser und heute Morgen ist es ganz verschwunden. Keine Ahnung, was das war, aber ich brauche es echt nicht wieder …

Nun ja, gestern Abend kam dann auch der Schwindel wieder. Wir sind noch ein wenig spazieren gegangen und plötzlich wurde die Erde wieder weicher und wabbeliger und ich hatte ein leichtes diffuses Drehen im Kopf. Zum Glück bin ich cool geblieben und bin weiter spaziert, als ob nichts wäre. Es wurde auch nicht schlimmer. Zum Glück.

Morgen ist es ja soweit. Aufbruch ins Schwindelzentrum der Uniklinik. Ich bin wirklich so was von gespannt. Ob es wirklich was bringen wird? Wie sind die anderen „Patienten“ drauf? Ob die Ärzte/Therapeuten nett und kompetent sind? Ob es neue Lösungsideen gibt? Etwas, was mich persönlich weiterbringen wird? Tausende von Fragen geistern mir im Kopf herum. Aber es nutzt ja nichts, ich werde wohl bis morgen abwarten müssen …

Jetzt packe ich gleich mein Köfferchen. Die Fahrkarte habe ich gerade ausgedruckt. Und morgen früh um 7.00 Uhr geht es los. Wie gesagt, ich bin so was von gespannt … 🙂

So là là

Was soll ich sagen …?! Irgendwie ist es zur Zeit nicht ganz so toll mit dem Schwindel. Es ist schwer zu beschreiben. Die Symptome sind nicht dramatisch schlimm, aber es ist auch nicht so, dass man voller Lebensfreude Bäume ausreißen könnte. Immer mal wieder dreht sich die Welt in meinem Kopf …

Gut, okay, momentan ist es ziemlich stressig im Job. Wir befinden uns in der akuten Planungsphase für´s nächste Jahr und da müssen Präsentationen, Berechnungen, Charts erstellt und geändert werden. Immer mit Deadlines versehen, die kaum zu schaffen sind. Aber eigentlich macht diese Phase auch Spaß, weil die Zeit so rasend schnell vergeht und man sich mit wirklich interessanten Dingen beschäftigt. Aber damit bin ich natürlich von dem Ratschlag meines Arztes, dass ich den Stress in meinem Leben dringend reduzieren solle, weit entfernt. Dazu kommen noch der Ausbau unseres Dachbodens, der Besuch der Schwiegereltern, die täglichen „Taxifahrten“ für meine Kinder, das Haus, der Garten und und und hinzu … Wirklich stressfrei werde ich mein Leben einfach niemals leben können – zumindest noch nicht zu dieser Zeit … irgendwann einmal vielleicht. Ich kann mir halt immer wieder nur vornehmen, mich zwischendurch einfach mal mit einer Tasse Tee hinzusetzen und wenigstens für ein paar Minuten die Gedanken anzuhalten und somit das Stressempfinden zu drosseln … und manchmal schaffe ich das auch …

In einer Woche habe ich meinen Termin im Schwindelzentrum an der Uniklinik in Essen. Ich glaube, vor beinahe 4 Monaten hatte ich diesen Termin abgestimmt (so lange Wartezeiten gibt es auch dort, aber die gibt es ja mittlerweile fast überall …) und ich setze doch noch richtig große Hoffnungen in diesen Termin. Vielleicht gibt es ja doch noch eine andere Ursache für den so lange anhaltenden Schwindel und vielleicht gibt es ja doch noch eine Hilfe, um endlich und wieder dauerhaft schwindelfrei zu leben.

Heute beneide ich beinahe meine Vergangenheit. Erst ein Jahr ist es her, da kannte ich Schwindel nur, wenn man doch mal ein Gläschen zu viel getrunken hatte und auch dieses Gefühl fand ich einfach nur grässlich. Ich war mir überhaupt nicht bewusst, wie gut es mir vor einem Jahr eigentlich ging. Was für eine Gnade es ist, aufrecht und standfest durchs Leben gehen zu dürfen. Ich hätte niemals gedacht, dass mich so etwas so aus der Bahn werfen kann und mir den Boden unter den Füßen buchstäblich wegziehen könnte. Ich hätte auch niemals gedacht, dass mir so etwas solch eine Angst bereiten kann. Und ich hatte nie daran gedacht, dass mein Leben plötzlich so unsicher werden kann. Ich traue mir heute zum Beispiel noch gar nicht, den Urlaub für´s nächste Jahr zu planen. Was, wenn ich mich im Ausland befinden sollte, und mich plötzlich so eine heftige Schwindelattacke umhaut, die mich tagelang ans Bett fesselt? Oder lange Fahrten (über mehrere Stunden mit dem Auto) mag ich nicht planen und schon gar nicht umsetzen. Was, wenn mir plötzlich im Auto auf der Autobahn schwindelig wird? Eigentlich wird mir im Auto so gut wie nie schwindelig, aber einmal hatte ich das doch … und ich hatte da das große Glück, dass nur ein paar Meter weiter ein Rastplatz ausgewiesen war, auf dem ich mich erstmal erholen konnte. Nichts ist mehr wirklich planbar, nichts ist mehr sicher … Es ist halt alles so là là …

Miese Stimmung

Ich weiß nicht, woran es heute lag, aber alle Welt oder besser mein Umfeld oder meine ganzen Umfelder waren heute mies drauf. Meine Chefin hatte den ganzen Tag schlechte Laune, meine Kinder waren heute schlecht drauf und bewiesen diesen Umstand schon zum Frühstück, mein Mann bekam alles in den falschen Hals und war dementsprechend gut drauf, beim Walken auf meiner Runde zickten sich meine beiden Mädels an und ehrlich gesagt, hatte es mir dann auch irgendwann meine eigentlich meist gute Stimmung verhagelt. Ich weiß nicht, ob es diese miese Aura all dieser für mich wichtigen Personen war, aber irgendwann tauchten dann wieder Wackelbilder auf, der Boden wurde weicher und ab und an drehten sich für kurze Momente die Hintergründe.

Das Fazit, welches ich daraus ziehe, ist, dass eine miese Stimmung für Schwindelerkrankungen nicht gerade förderlich ist. Aber wahrscheinlich ist es das bei den meisten Krankheiten nicht. Geht man positiv und mit einer nicht endenden Lebensfreude an Erkrankungen heran, ist der Verlauf doch meist einfacher und besser, als wenn man von vornherein nur das Negative sieht und fest daran glaubt, dass alles ganz schrecklich enden wird. Das hört sich jetzt sehr einfach an, ist es aber nicht (und es ist auch nicht so gemeint). Es gibt ganz sicher Erkrankungen, da hat man keine Kraft mehr für Lebensfreude und positive Gedanken, aber wenn man dann auch noch den Kampfgeist aufgegeben hat, vernimmt die Krankheit auch meist einen schlimmen Verlauf … Glücklich sind dann die Menschen, die auch in solchen Situationen noch zu hoffen wagen und glauben können, denn auch wenn alles nicht gut endet, war der Weg dahin doch nicht so traurig und hoffnungslos wie der eines Menschen, der sich von Anfang an verloren glaubte …

 

Noch zwei Tage …

… zum fit-werden. Montag will ich wieder arbeiten. Das ist mein Ziel. Zugegeben dieses Ziel verfolge ich mit mulmigen Gefühlen im Gepäck. Was, wenn ich es doch noch nicht packe? Was, wenn gleich wieder der Stress wie wogende Wellen über mich zusammenschlägt? Ist man erst im Büro, ist es spätestens nach ein paar Stunden vergessen, dass man gerade vier Wochen lang nicht arbeitsfähig sein konnte und schon prasselt alles auf einen herein …

Trotzdem, ich kann ja nicht ewig zu Hause hocken und über mein Schicksal grübeln. Ich freue mich auf die Kollegen, auch auf die Arbeit und auch wieder dabei zu sein.

Jetzt habe ich noch zwei Tage .. zum Ausruhen … zum Bewegen … zum Trainieren … zum ruhig werden … zum Nachdenken … zum Runterkommen … Ich werde sie auf jeden Fall genießen und versuchen, jegliche aufkommende komische Gedanken oder Sorgen im Keim zu ersticken.

Außerdem habe ich einen beruhigenden Joker in der Tasche. Mein einfühlsamer neuer Hausarzt hat mir versichert, als ich mit ihm über meine Sorgen zum Arbeitsbeginn sprach, dass ich, sobald ich merke, dass ich einfach noch nicht so weit bin und einfach noch nicht einen 8-Stunden-Tag durchhalten kann, nicht scheuen soll, zu ihm zu kommen. Notfalls zieht er mich nochmals ein paar Tage raus … Also, was kann schon passieren …?!

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