… oder der Kampf in meinem Kopf

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Schwindelnder Schwindel

Das ist mir heute so in den Sinn gekommen. Eigentlich beschwindelt mein Schwindel mich doch, wenn er mir vorgaukelt, dass mir schwindelig ist bzw. dass die Welt und der Boden wackelig und wabbelig sind, sie es aber in Wirklichkeit überhaupt nicht sind …

Aber beschwindelt mich der Schwindel oder beschwindelt mich mein Kopf bzw. mein Körper? Im weitestens Sinne sind sehr viele schwindelnde Prozesse oder Organe oder Dinge beteiligt. Mein Gehirn beschwindelt mich, indem es mir Schwindel vorgaukelt. Meine Beine oder Nervenbahnen beschwindeln mich, wenn sie den Boden als weich und wabbelig empfinden. Meine Angst, die beim Schwindel ausgelöst wird, beschwindelt mich, indem sie mir eine große Gefahr (oder schlimme Krankheit) vorgaukelt, obwohl alles ein harmloser Schwindel ist. Ich beschwindel mich, wenn ich mir im Kopf beschwörend zuflüstere: „Das ist nichts. Der Schwindel ist nicht echt.“ Beschwindel ich mich vielleicht sogar selbst, weil ich an diesem Schwindel schon so lange festhalte????

Das ist ein interessanter Gedanke … vielleicht ein bisschen schon im Schwindelzentrum in einer Gruppendiskussion angestoßen. Hält man (oder ich) an diesem Schwindel fest, weil meine Psyche mich vor unangenehmen Aufgaben, Dingen, Pflichten, belastenden Situationen oder ähnlichem schützen will … Kann man sich vielleicht gar hinter seinem Schwindel verstecken, da man ja durch den Schwindel bedingt, weniger belastbar ist oder manche Dinge unmöglich durchführbar sind … Uih … das ist ein Gedanke, den ich, glaube ich, heute Abend nicht weiter vertiefen möchte (aber ganz sicher noch vertiefen muss). Dazu bin ich heute einfach zu müde …

Euch allen einen wunderbar entspannte und ruhige gute Nacht!!!

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Besserung …

Ich glaube (und denke und hoffe), dass es aufwärts geht … Doch, so könnte man es ausdrücken. Der Schwindel war heute weniger bzw. immer, wenn mir komisch wurde oder war, konnte ich viel besser damit umgehen. Ich merke, dass ich lerne, dem Ganzen noch weniger Beachtung zu schenken, als ich es ohnehin schon versucht habe. Gerade beim Aufmerksamkeitsschwindel ist es total wichtig, sich nicht ständig übersensibel selbst zu beobachten und jegliche Veränderung im Körper als Symptom zu interpretieren, welches nicht normal ist. Also, habe ich versucht, dieses Gefühl (es wurde z. B. mal wieder der Boden weich, oder ich hatte leichtes Drehen im Kopf) einfach hinzunehmen und mit den beruhigenden Worten „das ist ganz normal“ mich zu beruhigen. Denn Vieles ist in der Tat ganz normal. Jeder Mensch schwankt täglich mehrfach oder macht Ausfallschritte nach links oder rechts. Ganz kleine natürlich und im normalen Rahmen, denn der Körper ist ja nicht starr und unbeweglich sondern wird beim Laufen, Stehen, Sitzen durch verschiedenste Körpervorgänge im Gleichgewicht gehalten. Ein Mensch ohne Schwindel merkt diese Ausfallschritte überhaupt nicht, da das Gehirn sie als ganz normal herausfiltert. Ein Mensch mit psychogenen Schwindel hingegen registriert jegliche Veränderung im Körper und in der Umwelt übersensibel und dieses Gefühl löst dann halt Schwindel aus oder das Gefühl allein wird als Schwindel interpretiert.

Gar nicht so leicht, aus diesem Missempfinden wieder herauszufinden. Ich denke, es wird noch ein recht langer Weg sein. Der Arzt meinte, das könne bis zu einem Jahr oder sogar noch länger dauern (es kann natürlich auch schneller sein – je nachdem, wie sehr man an sich arbeitet).

Brav habe ich heute schon einen Teil meiner physiotherapeutischen Übungen gemacht, aber eigentlich müsste ich noch ein bisschen … Hmmm, ich denke, wo ich jetzt eh schon in Gedanken dabei bin, gehe ich noch ein bisschen üben …

Vielleicht bis später … oder wenn wir uns nicht mehr lesen: „Schlaft recht schön“ 🙂

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