… oder der Kampf in meinem Kopf

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Leichte Besserung in Sicht …

Zum Glück ging es mir gestern wieder ein bisschen besser. Der Schwindel hielt sich in Grenzen und auch die Panikattacken, die ich in der letzten Zeit wieder häufiger zu spüren bekommen habe, blieben aus.

Der Arzt hat mich aber am Freitag noch einmal für zwei Wochen krankgeschrieben. Ich solle zur Ruhe kommen, aber alle Dinge des Alltags ganz normal erledigen (bei Schwindel das Allerbeste: weitermachen!!!). Zur Ruhe kommen ist ja leicht gesagt. Da ich krankgeschrieben bin, habe ich ja nicht einmal das Gefühl großartig unter Stress oder Druck zu stehen.

Hmmm, ich denke, das, was mir Druck und Stress bereitet, sitzt wahrscheinlich viel viel tiefer in mir und will noch entdeckt werden … Eine leise Ahnung habe ich schon, was es alles sein könnte … Aber ich muss noch zu dem Kern des Übels vorstoßen und vielleicht ist es ja auch so, dass man manche Dinge gar nicht wirklich erkennen möchte … *seufz*

Ruhe im Schwindel

Mir ist zwar die letzten Tage immer ein bisschen schwindelig gewesen, aber was neu ist, dass ich damit relativ ruhig bleibe. Mich nicht aufrege. Mich nicht hineinsteigere. Die Angst nicht zulasse.

Deshalb komme ich damit ganz gut klar, auch, wenn sich die Bilder im Kopf manchmal nachdrehen oder sich der Hintergrund bewegt …

Vielleicht ist das auch ein Schritt auf dem Wege der Besserung. Denn verliere ich die Angst vor dem Schwinde. müsste sich doch irgendwann auch der phobische Schwindel in mir verlieren …?!

Urlaub

Urlaub tut mir und meinem Schwindel gut. Wir sind zwar nicht weg gefahren, aber trotzdem. Es ist so herrlich, wenn sämtliche Termine und Verpflichtungen zum Erliegen kommen.

Mittlerweile schlafen die Kinder schon recht lange und stehen nicht mehr wie früher um 6.30 Uhr auf – egal, ob werktags oder feiertags. Somit kann ich auch ein wenig länger liegen bleiben.

Der Vereinssport der Kinder, die Musikschule und die Tanzschule haben auch Ferien und so muss man nicht nach der Arbeit noch zu diesen Terminen hetzen.

Aber wir waren heute auch fleißig. Heute war „Aufräumtag“. Die Kinder mussten ihre Zimmer in Schuss bringen und ich die Küche, Wohnzimmer und Flur und Bad. Hat alles prima geklappt und jetzt blitzt das Haus wieder 🙂

Sehr wahrscheinlich wirkt sich die Ruhe, die Entspannung, das längere Schlafen, die Stressreduzierung auch sehr auf mein Schwindelwohlbefinden aus. Es war nämlich heute fast gar nichts zu spüren. Nur heute Abend ein bisschen. Das ist aber nicht der Rede wert. Deshalb will ich heute auch gar nicht viel darüber schreiben.

Ich genieße einfach diesen „sehr-schwindelreduzierten-Tag“.

Euch allen auch einen wunderbaren Abend. Genießt ihn 🙂

Ein wenig mulmig …

… ist mir heute, denn heute Abend ist dieses „Schwindelgefühl“ in mir anders als es sonst immer ist. Eigentlich ging es mir den ganzen Tag gut und ich war nahezu schwindelfrei. Als ich dann endlich heute Abend von der Arbeit und von den Fahrten mit den Kindern nach Hause kam, drehte es sich plötzlich ganz minimal in meinem Kopf. Und vom Drehschwindel bin ich ja normalerweise, bis auf die Zeiten der ganz schlimmen Attacken, verschont. Dieses Drehen hatte ich noch ein paarmal und ich merkte, wie mir leicht mulmig wurde – zu sehr sitzt mir doch einfach noch die schlimme Phase von Anfang August in den Knochen 😦

Trotzdem und gerade wegen dieses Gefühls packte ich mir meine Stöcker, um meine Runde zu walken. Die frische Luft und die paar letzten Sonnenstrahlen taten mir gut. Als ich fast um mein Maisfeld herum war, schwankte ich plötzlich aus heiterem Himmel einen Meter nach links (ohne, dass ich das wollte). Ich musste kurz stehenbleiben, weil mir die Angst direkt in den Bauch schoss. Trotzdem zwang ich mich ruhig zu beiben und dann weiter zu gehen. Die Angst verkrampfte mich etwas und ich merkte, wie ich leicht unsicher auf den Beinen war. Zum Glück blieben mir weitere „Ausfallschritte“ erspart, trotzdem bin ich ein bisschen besorgt im Bauch, da sich manchmal Drehschwindelattacken oder weitere Gleichgewichtsausfälle Tage vor dem eigentlichen Ausfall mit minimalem Drehschwindel ankündigen können … seufz …

Drückt mir bitte die Daumen, dass das nicht in meinem Fall so ist, sondern dass ich Morgen wieder sicherer auf den Beinen unterwegs bin …

Jetzt heißt es für mich um so mehr: „RUHE BEWAHREN“ …

Geschafft!!!

So, das Wochenende ist geschafft … die logistische Bereitstellung von Nahrungsmitteln für das volle Haus wurde geschafft … die Versorgung einer 9-Mann-starken Kompanie plus zwei Katzen und einem Hund ist geschafft … Alle fünf Kinder bei Laune zu halten, wurde geschafft … das Ziel, den Schwiegereltern das Gefühl zu geben, dass man alles im Griff hat und schafft, wurde geschafft … Der Aufbau eines 10 qm Gartenhäuschens am gestrigen Tage wurde geschafft …Das Haus nicht völlig in Unordnung untergehen zu lassen, wurde geschafft … Und am allermeisten bin ich geschafft … *lächel*

Nein, im Ernst, eigentlich klappte alles ganz gut. Freitag hatte ich noch das Meiste für dieses Wochenende eingekauft – Getränke und Lebensmittel. Neun Personen mit 3 Mahlzeiten am Tage zu versorgen, ist schon ein kleiner Aufwand. Beim Einkaufen kam ich mir teilweise ein bisschen so vor, als würde der Weltuntergang bevorstehen – so voll war der Einkaufswagen. Aber es ist auch enorm, was neun Personen allein so trinken können …

Am Samstag war dann das Tagesziel, ein Gartenhäuschen, welches wir unter Kleinanzeigen „geschossen“ hatten und was nun schon seit 3 Monaten bei uns in der Garage lagerte, aufzubauen. Nachdem das Fundament endlich für gut befunden wurde, ging es nachdem der Holzboden endlich fertig war, ans Aufbauen des Häuschens … Komischerweise waren zu diesem Zeitpunkt alle Kinder, die schon gut mit hätten anpacken können, in alle Himmelsrichtungen verschwunden. Also standen mein Mann und ich dann mehr oder weniger allein da. Na, ja, allein – Schwiegereltern meinten, mithelfen zu müssen. Allerdings hatte mein Schwiegervater letztes Jahr zwei neue „Knie“ bekommen und war dementsprechend einsatzfähig und Schwiegermutter, die eigentlich auch nicht mehr kann, es aber nicht wahrhaben will, war damit beschäftigt alle meine von mir vorsortierten Bretter wieder durcheinander zu bringen – unter lautem Gefluche und Geschimpfe, weil sie in meiner Ordnung nichts wiederfinden konnte. Eigentlich bauten mein Mann und ich das Haus allein auf und ich war – ehrlich gesagt – auch froh, als sich meine Schwiegereltern, weil sie wirklich nicht mehr konnten, sich aufs Zuschauen beschränkten. So bauten wir das Häuschen Brett für Brett auf – zum Schluss im strömenden Regen, beobachtet von den Schwiegereltern, die auf ihren Stühlen in der offenen Garage saßen … Hi hi hi – das war bestimmt ein Bild für die Götter 😉

Heute hatte ich mich dann mit meinen Kindern und dem Hund rausgezogen, um eine große Runde um unseren See zu drehen. Die Kinder meines Mannes – eigentlich nur noch mit Medien (Handy, Playstation, Laptop, Fernsehen) beschäftigt – hatten keine Lust (wie immer). Aber wir waren froh, dem vollbesetzten Hause zu entkommen. Es war eine Riesenrunde, die wir gingen und nach einem dreiviertel Wege wurde mir heftigst schwindelig, so dass ich hoffte, wirklich noch gut bis nach Hause zu kommen. Es war dieses Mal nicht nur weicher oder wabbeliger Boden, sondern es drehte sich wirklich leicht bis mittelstark in meinem Kopf. Trotzdem zwang ich mich ruhig zu bleiben – allein wegen der Kinder musste ich stark bleiben und mir nichts anmerken lassen. Nach ein paar Minuten flaute dieses Gefühl wieder ab und trat noch 2 x kurz auf. Als wir wieder zu Hause waren und ich mich 10 Minuten ausgeruht hatte, war alles wieder einigermaßen gut. Klar, mir ist immer mal wieder leicht schwindelig, aber dieser minimale Schwindel belastet mich fast gar nicht mehr.

Vielleicht war an diesem Wochenende alles ein bisschen viel. Wie gesagt, es hat alles relativ gut geklappt und es gab keine größeren Katastrophen, aber ich bin völlig kaputt und erledigt und genieße die Ruhe, wo jetzt alle wieder weg sind … auch, wenn das ein bisschen böse klingt. Ruhe kann so schön sein … lächel

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… manchmal müsste man einfach so auf und davon können …

Druck

Oh, dieser Druck im Ohr macht mich noch verrückt. Ich hoffe mal, dass er nur von der Erkältung ist und sich die Erkältung einfach ein bisschen auf die Ohren gelegt hat. Die Nebenhöhlen sitzen ja auch ein bisschen zu. Manchmal ploppt der Druck auch ein bisschen auf, aber es setzt sich wieder zu und ab und an tut es auch weh. Komischerweise ist das linke – also das geschädigte Ohr – schlimmer betroffen als das rechte. Wenn das nächste Woche nicht weg ist, muss ich auf jeden Fall zu meinem HNO. Ich habe wirklich ein bisschen Angst, dass die Erkältung dem Ohr noch weiter schaden könnte.

Der Schwindel an sich hielt sich heute aber in Grenzen. Ab und an war mir ein bisschen komisch im Kopf und ab und an war das Gehen auch komisch, aber ich habe mich nicht verrückt gemacht und bin einfach weiter gegangen.

Ein anderer Druck lastete heute auch noch auf mir. Gegen Abend hatten mein Mann und ich ein bisschen Streit, ein immer wiederkehrendes Thema: Meine Kinder, seine Kinder (wir sind Beide das zweite Mal verheiratet). Normalerweise hätte ich dieses Thema emotional total nah an mich rangelassen und mich da auch hineingesteigert und der Streit wäre explodiert. Heute bin ich relativ ruhig geblieben. Habe seine Argumente gegen meine abgewogen, habe ihm in ein paar Punkten Recht geben müssen, in anderen habe ich mich aber im Recht gesehen, ihm das verdeutlicht und ihm gesagt, dass ich nicht möchte, dass er immer wieder dieses Thema hochkramt, weil mich diese Streitigkeiten zu sehr stressen und mir und meinem Ohr nicht gut tun und wenn er damit nicht leben kann, dann müssen wir andere Lösungen finden. Völlig nüchtern und wie von einem externen Standpunkt betrachtet, habe ich ihm diese Dinge dargelegt und dieses Mal nicht in einem schlimmen Streit enden lassen, wo niemand nachgeben kann und wir es sogar abends nicht schaffen, im gleichen Bett die Nacht zu verbringen. Vielleicht schaffe ich es ja langsam doch, mich zu verändern und innen in mir ruhiger zu werden …

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