… oder der Kampf in meinem Kopf

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So là là

Was soll ich sagen …?! Irgendwie ist es zur Zeit nicht ganz so toll mit dem Schwindel. Es ist schwer zu beschreiben. Die Symptome sind nicht dramatisch schlimm, aber es ist auch nicht so, dass man voller Lebensfreude Bäume ausreißen könnte. Immer mal wieder dreht sich die Welt in meinem Kopf …

Gut, okay, momentan ist es ziemlich stressig im Job. Wir befinden uns in der akuten Planungsphase für´s nächste Jahr und da müssen Präsentationen, Berechnungen, Charts erstellt und geändert werden. Immer mit Deadlines versehen, die kaum zu schaffen sind. Aber eigentlich macht diese Phase auch Spaß, weil die Zeit so rasend schnell vergeht und man sich mit wirklich interessanten Dingen beschäftigt. Aber damit bin ich natürlich von dem Ratschlag meines Arztes, dass ich den Stress in meinem Leben dringend reduzieren solle, weit entfernt. Dazu kommen noch der Ausbau unseres Dachbodens, der Besuch der Schwiegereltern, die täglichen „Taxifahrten“ für meine Kinder, das Haus, der Garten und und und hinzu … Wirklich stressfrei werde ich mein Leben einfach niemals leben können – zumindest noch nicht zu dieser Zeit … irgendwann einmal vielleicht. Ich kann mir halt immer wieder nur vornehmen, mich zwischendurch einfach mal mit einer Tasse Tee hinzusetzen und wenigstens für ein paar Minuten die Gedanken anzuhalten und somit das Stressempfinden zu drosseln … und manchmal schaffe ich das auch …

In einer Woche habe ich meinen Termin im Schwindelzentrum an der Uniklinik in Essen. Ich glaube, vor beinahe 4 Monaten hatte ich diesen Termin abgestimmt (so lange Wartezeiten gibt es auch dort, aber die gibt es ja mittlerweile fast überall …) und ich setze doch noch richtig große Hoffnungen in diesen Termin. Vielleicht gibt es ja doch noch eine andere Ursache für den so lange anhaltenden Schwindel und vielleicht gibt es ja doch noch eine Hilfe, um endlich und wieder dauerhaft schwindelfrei zu leben.

Heute beneide ich beinahe meine Vergangenheit. Erst ein Jahr ist es her, da kannte ich Schwindel nur, wenn man doch mal ein Gläschen zu viel getrunken hatte und auch dieses Gefühl fand ich einfach nur grässlich. Ich war mir überhaupt nicht bewusst, wie gut es mir vor einem Jahr eigentlich ging. Was für eine Gnade es ist, aufrecht und standfest durchs Leben gehen zu dürfen. Ich hätte niemals gedacht, dass mich so etwas so aus der Bahn werfen kann und mir den Boden unter den Füßen buchstäblich wegziehen könnte. Ich hätte auch niemals gedacht, dass mir so etwas solch eine Angst bereiten kann. Und ich hatte nie daran gedacht, dass mein Leben plötzlich so unsicher werden kann. Ich traue mir heute zum Beispiel noch gar nicht, den Urlaub für´s nächste Jahr zu planen. Was, wenn ich mich im Ausland befinden sollte, und mich plötzlich so eine heftige Schwindelattacke umhaut, die mich tagelang ans Bett fesselt? Oder lange Fahrten (über mehrere Stunden mit dem Auto) mag ich nicht planen und schon gar nicht umsetzen. Was, wenn mir plötzlich im Auto auf der Autobahn schwindelig wird? Eigentlich wird mir im Auto so gut wie nie schwindelig, aber einmal hatte ich das doch … und ich hatte da das große Glück, dass nur ein paar Meter weiter ein Rastplatz ausgewiesen war, auf dem ich mich erstmal erholen konnte. Nichts ist mehr wirklich planbar, nichts ist mehr sicher … Es ist halt alles so là là …

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